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S Soko-Umzüge Berlin-Wedding

Fachbegriff

Abtrageweg beim Umzug

Der Abtrageweg ist die Strecke, die Umzugshelfer mit jedem Karton und jedem Möbelstück zwischen Wohnungstür und Fahrzeug zurücklegen. Gemessen wird der tatsächliche Laufweg, nicht die Luftlinie. Je länger er ist, desto mehr Zeit kostet der Umzug, und da nach Stunden gearbeitet wird, wirkt sich das direkt auf den Preis aus.

  • Gemessen wird vom Hauseingang bis zur Ladekante, entlang des Wegs
  • Etagen zählen getrennt, dafür gibt es die Tragehöhe
  • Die Halteverbotszone ist das wirksamste Mittel zur Verkürzung
  • Bei uns fließt der Weg in den Festpreis ein, statt als Zuschlag aufzutauchen

Mo bis Sa 07:00 bis 23:00 Uhr

Umzugshelfer trägt ein Sofa über einen längeren Weg durch den Hausflur

Was der Begriff bezeichnet

Abtrageweg ist ein Wort aus der Speditionssprache, das in fast jedem Umzugsangebot auftaucht und selten erklärt wird. Gemeint ist die waagerechte Strecke zwischen dem Hauseingang und dem Fahrzeug. Manche Firmen rechnen ab der Wohnungstür, die meisten ab der Haustür, weil die Strecke innerhalb des Gebäudes über die Etagen erfasst wird.

Wichtig ist die Abgrenzung zu zwei ähnlichen Begriffen. Die Tragehöhe beschreibt, in welchem Stockwerk gearbeitet wird, und wird oft in Etagen ohne Aufzug angegeben. Der Tragweg im Haus meint den Weg vom Wohnungseingang bis zum Treppenhaus, der in Altbauten mit langen Fluren erheblich sein kann. Der Abtrageweg ist der Teil draußen, zwischen Haustür und Ladekante.

Gemessen wird immer der Weg, den ein Mensch mit einem Karton in beiden Händen tatsächlich geht. Steht der LKW auf der anderen Straßenseite, gehört die Strecke bis zur nächsten Querungsmöglichkeit dazu. Führt der Weg durch einen Hof, um eine Mülltonneneinhausung herum und durch eine zweite Tür, zählt jeder Meter davon. Die Luftlinie über den Innenhof interessiert niemanden, weil dort keine Tür ist.

Ab wann er berechnet wird

Die Branche arbeitet mit Freigrenzen. Bis zu einer bestimmten Strecke gilt der Weg als üblich und ist im Preis enthalten, darüber hinaus wird er als eigene Position berechnet oder in zusätzlicher Zeit eingeplant. Wo diese Grenze liegt, ist von Firma zu Firma verschieden, häufig sind Werte zwischen zehn und zwanzig Metern zu finden. Ein verbindlicher Standard existiert nicht.

Bei uns taucht der Abtrageweg nicht als Zuschlagszeile auf. Wir arbeiten entweder nach Stunden oder mit einem Festpreis nach Besichtigung, und in beiden Fällen ist die Wegstrecke bereits Teil der Kalkulation. Das ist kein Entgegenkommen, sondern die ehrlichere Rechnung: Ein langer Weg kostet Zeit, und Zeit steht ohnehin im Angebot. Ein zusätzlicher Posten wäre eine zweite Berechnung derselben Sache.

Sinnvoll ist die Unterscheidung trotzdem, wenn Sie Angebote vergleichen. Ein niedriger Stundensatz mit Zuschlägen für Abtrageweg, Etage und Anfahrt kann am Ende teurer sein als ein höherer Satz ohne Nebenposten. Fragen Sie deshalb bei jedem Angebot nach, ab welchem Meter gerechnet wird und wie hoch der Zuschlag ausfällt.

Wie stark er den Preis bewegt

Die Zahlen wirken erst harmlos und dann deutlich. Eine Zweizimmerwohnung mit rund fünfundzwanzig Kubikmetern ergibt gut sechzig bis achtzig Trägerwege, jeweils hin und zurück. Verlängert sich der Weg um dreißig Meter, sind das bei siebzig Gängen rund vier Kilometer zusätzliche Laufstrecke, verteilt auf die eingesetzten Kräfte.

In Zeit umgerechnet ist das grob eine bis anderthalb Stunden, und zwar pro Adresse. Beim LKW mit zwei Helfern ab 48 Euro je Stunde entspricht das etwa fünfzig bis siebzig Euro, nur wegen der Strecke. Eine Halteverbotszone für eine Adresse kostet bei uns ab 59 Euro, für beide Adressen ab 89 Euro. Die Rechnung geht in fast jedem Fall auf, sobald der Weg spürbar länger als eine Hausbreite ist.

Dazu kommt ein Effekt, der sich schwer beziffern lässt: Auf langen Wegen sinkt das Tempo. Wer zwanzig Meter trägt, geht zügig. Wer achtzig Meter über Kopfsteinpflaster und durch zwei Türen trägt, macht Pausen, setzt ab und wird vorsichtiger. Das ist richtig so, macht die Sache aber langsamer als die reine Streckenrechnung vermuten lässt.

Fünf Wege, ihn zu verkürzen

Der Abtrageweg ist einer der wenigen Faktoren beim Umzug, die sich mit wenig Aufwand deutlich verbessern lassen. Anders als das Volumen oder die Etage ist er verhandelbar, wenn man rechtzeitig damit anfängt. Die folgenden fünf Punkte bringen in dieser Reihenfolge am meisten.

  1. Halteverbotszone beantragen, mindestens vier Werktage vorher, für beide Adressen
  2. Hofzufahrt klären, viele Hausverwaltungen öffnen die Schranke für einen Umzugstag
  3. Aufzug reservieren und mit Decken auskleiden, das spart Wege und schützt die Kabine
  4. Kartons am Vorabend im Flur oder Treppenhaus vorsammeln, soweit Fluchtwege frei bleiben
  5. Bei oberen Etagen einen Möbellift einplanen, ab 179 Euro für einen halben Tag

Wenn sich der Weg nicht verkürzen lässt

Manche Lagen geben es einfach nicht her. Fußgängerzonen, Blockinnenhöfe ohne Zufahrt, Neubauquartiere mit Tiefgaragen und Poller, Straßen mit Straßenbahngleisen oder Baustellen vor der Tür. Dort planen wir von vornherein anders: mehr Kräfte statt mehr Stunden, damit die Wege parallel laufen, und Transportmittel, die auf die Strecke passen.

Rollwagen und Sackkarren bringen wir standardmäßig mit. Auf glattem Untergrund halbieren sie die Zeit gegenüber dem Tragen, auf Kopfsteinpflaster sind sie dagegen kaum von Vorteil. Ein zweites Fahrzeug als Pendelwagen lohnt sich, wenn der LKW nicht näher als hundert Meter herankommt. Der zweite LKW auf derselben Tour kostet bei uns 24 Euro je Stunde.

Was wir vermeiden: die Strecke im Angebot kleinrechnen und am Umzugstag Überstunden ansagen. Deshalb sehen wir uns bei der kostenlosen Besichtigung immer auch den Weg nach draußen an, nicht nur die Wohnung. Termine dafür gibt es abends und samstags, ohne dass sich am Preis etwas ändert.

Abtrageweg und passende Gegenmaßnahme

SituationTypische StreckeWas hilftPreis ab
Zone vor der Haustürunter 10 MeterNichts weiter nötigim Preis
Parken um die Ecke30 bis 60 MeterHalteverbotszone, eine Adresse59 €
Beide Adressen eng2 mal 40 MeterHalteverbotszone, beide Adressen89 €
Hof ohne Zufahrtüber 80 MeterZweiter LKW als Pendelwagen24 € je Stunde
Hohe Etage, kein AufzugWeg plus TreppeMöbellift bis 4. Etage179 €

Alle Beträge inklusive Mehrwertsteuer. Der verbindliche Preis steht nach der kostenlosen Besichtigung fest.

Kurz erklärt: die häufigsten Rückfragen zum Abtrageweg

Wird der Abtrageweg innen oder außen gemessen?

Außen, zwischen Hauseingang und Fahrzeug. Der Weg innerhalb des Gebäudes wird über Etagen und Tragweg erfasst, damit nichts doppelt gerechnet wird.

Ab wie vielen Metern wird es teurer?

Viele Firmen setzen eine Grenze zwischen zehn und zwanzig Metern. Bei uns gibt es keine eigene Zeile dafür, der Weg steckt in Stundenzahl und Festpreis.

Zählt die Treppe zum Abtrageweg?

Nein, dafür gibt es die Tragehöhe. Beide zusammen bestimmen aber, wie viele Kräfte sinnvoll sind und ob sich ein Möbellift lohnt.

Lohnt sich die Halteverbotszone wirklich?

Sobald der Weg um mehr als etwa zwanzig Meter länger würde, ja. Die eingesparte Zeit übersteigt die Kosten der Zone in den meisten Fällen deutlich.

Kann ich den Weg selbst ausmessen?

Sie können ihn abschreiten und die Schritte zählen, das reicht für eine erste Einschätzung. Genauer wird es bei der Besichtigung, weil dabei auch Türen, Stufen und Untergrund auffallen.

Weg vorher ansehen statt hinterher bezahlen

Wir prüfen bei der kostenlosen Besichtigung beide Adressen und sagen Ihnen, wo sich eine Zone rechnet.